Vorstand in Köln bestätigt

Wiederwahl des Vorstandes der Kreisgruppe Köln der LmDR e. V. NRW

Tische werden gedeckt, Stühle gerückt. Ein Durcheinander von freudigen Begrüßungen, Umarmungen, besorgten Fragen nach
gemeinsamen Bekannten. Ein ungezwungenes deutsch-russisches Sprachgemisch. Endlich haben alle Platz gefunden, und der offizielle Teil der Veranstaltung kann beginnen.

Irma Meder, die beliebte Vorsitzende, informiert in ihrem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Ortsgruppe. Die Veranstaltungen, die sie mit viel Aufwand organisiert hat und über die sie nun spricht, kennen die Mitglieder der Ortsgruppe sehr gut.

Sie wissen aber auch etwas, worüber im Rechenschaftsbericht kein Wort steht: Irma Meder hat nämlich fast jedem der Anwesenden
schon mal geholfen. In Notsituationen, die in der Wahrnehmung der Betroffenen ausweglos waren. Als Schuldnerberaterin, bei der Orientierung im Kölner Behördendschungel, bei der Arbeits- und Wohnungssuche, in Rentenfragen. Beim Weg in die wirtschaftliche Selbstständigkeit. Bei Angelegenheiten, die vertraulich behandelt werden müssen, weil sie – ob berechtigt oder nicht – mit Angst vor Versagen, vor Blamage, vor Bloßstellung verbunden sind. Diese Hilfe kostet oft mehr Kraft und Zeit als das Organisieren von Veranstaltungen, aber darüber spricht Irma Meder nicht. Auf ihre Verschwiegenheit können sich die Menschen verlassen, genauso wie auf ihre Hilfsbereitschaft.

„Die Millionenstadt Köln bietet bei der Integrationsarbeit viele Möglichkeiten“, betont sie. „Die Kölner Bürger sind gegenüber Zugewanderten und anderen Kulturen offen und tolerant. Man bekommt auch Unterstützung von Behörden, oft ganz unbürokratisch. Ein aktuelles Beispiel: Die neu zugezogene Großfamilie Soldatov wurde auf zwei verschiedene Heime verteilt, ihre Mitglieder haben noch Probleme mit der Sprache und waren ganz verzweifelt. Wir konnten ganz schnell eine Familienzusammenführung arrangieren. Die Soldatovs sind froh, jetzt zur Landsmannschaft zu gehören. Und wir freuen uns ebenfalls und werden sie auch weiter bei ihren Integrationsbemühungen unterstützen. Als Neuankömmlinge zahlen sie übrigens bei der Landsmannschaft nur einen Jahresbeitrag von 15 Euro.“