Köln: Beim Fest der Heiligen Hedwig

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Die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands, den Kölner Dom, besuchen jedes Jahr mehr als sechs Millionen Touristen. Doch dieses Mal kamen die Mitglieder der Kölner Ortsgruppe nicht aus touristischer Neugier hierher. Sie waren vielmehr von Pfarrer Rainer Hoverath zum Fest der Heiligen Hedwig (Bild), der Patronin der Vertriebenen, eingeladen worden. Die Deutschen aus Russland saßen in den ersten Reihen und hatten das Gefühl, von der katholischen Kirche angenommen und anerkannt zu sein. Der Gottesdienst war sehr feierlich. Es wurde viel gesungen, und in der Predigt sprach der Pfarrer über das Leid der Vertreibung und Zwangsaussiedlung, aber auch über Versöhnung. Das „Ave Maria“ erklang wie von Engelsstimmen hoch vom Himmel gesungen. Angelika Zimmermann, unsere russlanddeutsche Sängerin, sang ohne Mikrofon. Später entschuldigte sich Pfarrer Hoverath, da sei technisch etwas schiefgelaufen. Aber gerade ohne Mikrofon klang der Gesang so zärtlich, so authentisch, so suchend nach Herzenswärme in einem riesigen prachtvollen Raum. Nach dem Gottesdienst lud Pfarrer Hoverath die Deutschen aus Russland zum Essen und Beisammensein in den Nebenräumen der Kirche St. Maria in der Kupfergasse. Dort konnten sie sich über die Verfolgung der Kirchen aller Konfessionen in der Sowjetunion austauschen, über Glauben und Unglauben und andere Probleme des Lebens in Deutschland.